Die Raduga-Farm brannte ab

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In der Nacht vom Sonntag auf Montag ist unsere Ökofarm abgebrannt. Es war nicht nur ein Musterbetrieb, was ökologische Konzepte anging, es war auch ein Projekt im Geiste der Raduga-Stiftung, Menschen zu helfen, Hilfe zur Selbsthilfe. Es wurden Kleinstbauern unterstützt und Arbeitslosen wurde Hilfe und Arbeit gegeben.

Der Verkauf der Ware wurde durch Lieferung und auch durch einen Verkaufsstand in Tarussa gewährleistet.

Dieses Jahr wurden auch das erste Mal Menschen mit sozialen Behinderungen aus den Heimen geholt und in das Projekt integriert.

Delphintherapie mit Kühen. Schnell zeigte sich, dass diese Menschen, kaum aus den Heimen heraus und auf dem Hof integriert, wieder Lebensmut fassten und sich schnell öffneten und wieder eine Aufgabe in ihrem Leben fanden.

Jetzt ist alles verbrannt. Dadurch das die gerufene Feuerwehr aus wetterbedingten Gründen den Hof nicht mit den Einsatzfahrzeugen erreichen konnte, verbrannten die Scheunen und das Wohnhaus mit Nebengebäuden bis auf das Fundament. Nur die Kamine und das Windrad blieben stehen.

Bis auf ein Kalb konnten wenigstens alle Tiere und Menschen gerettet werden. Sämtliche Futtervorräte für den Winter, die gesamte Ernte, hunderte Kilogramm besten Honigs und viele andere eingelegte Waren wurden Opfer der Flammen. Die gesamten Einrichtungen in den Scheunen und dem Haus, die Solaranlage, Geschirr, Betten etc. sind vernichtet.
Die Metzgerei und die Käserei mit all ihren Maschinen und Kühlanlagen sind vernichtet.

Lediglich einige Fahrzeuge und die hofeigene Tankstelle wurden verschont.

Aber trotz aller Niedergeschlagenheit soll es weitergehen. Viele Freunde und Bekannte versuchen erstmal Erste Hilfe zu eisten. Die Tiere sind bei einem befreundeten Bauern untergestellt, Geschirr, Betten Bekleidung und vieles mehr als Erstversorgung wird gebracht. Ein Nachbar hat sein Haus zur Verfügung gestellt, dass die Hofmitarbeiter und die „Behinderten“ erstmal unterkommen können.
Eine Kundin aus Moskau hat uns 60 Tonnen Heu und 9 Tonnen Futterrüben für die Versorgung der Tiere gespendet.

15 Kommentare zu "Die Raduga-Farm brannte ab"

  1. Grande merde

  2. Lerchbacher Franz | 21. November 2016 um 7:06 | Antworten

    Ich finde es sehr schön wenn schnell und unbürokratisch geholfen wird.

  3. Sehr traurig,wünsche euch Kraft und Energie ….euer Projekt ist sehr wichtig

  4. Wir werden es, so weit es in unserer Macht steht unterstützen. Tolle Sache, die wieder ans Laufen gebracht werden muß.

  5. Ich kann nicht viel spenden, aber ich denke für Euch ist es das wirklich wert. Ich wünsche Euch ganz viel Kraft und Ausdauer, um dieses schöne Projekt wieder aufzubauen.

  6. Kann man Euch besuchen ?

    • Im Prinzip schon, aber im Moment sind wir knapp an Unterbringungsmöglichkeiten. Wir können uns auch im Moment nicht um Gäste kümmern, denn wir sind mit dem Wiederaufbau voll beschäftigt.
      Ich denke aber, im nächsten Sommer könnte es schon wieder anders aussehen.

  7. Hallo Gunnar,

    ich wünsche euch viel Kraft zum Wiederaufbau des sinnvollen Projekts. Kleiner Beitrag ist unterwegs.

  8. Ich finde euer Projekt wunderbar, leider bin ich schon 70 ich würde mich auch dafür interessieren, macht weiter und viel Erfolg

  9. Gibt es Hinweise auf die Ursachen? Arbeit für das Gute ist speziell in Rußland ja nicht einfach.

    • Ja, es war ein technischer Defekt in einer Kabeltrommel im Baubereich. Das Feuer wäre während des Ausbruchs noch kein so großes Problem gewesen, aber witterungsbedingt hatte die Feuerwehr keine Möglichkeit an die Farm heranzukommen.
      Unser eigener Feuerlöschteich war gerade fertig geworden, aber die Pumpen waren noch nicht da.
      Alles in Allem eine Ansammlung unglücklicher Umstände.
      Anfeindungen, offene oder versteckte, haben wir bisher nicht gehabt.

  10. Ich kann nicht so viel spenden. Hoffe es hilft euch trotzdem ein wenig.
    Hoffe ihr kommt gut voran mit dem Wiederaufbau.
    Liebe Grüsse und lasst euch nicht unterkriegen.

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