17.05.2017 – Hurra wir leben noch!

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Fast auf den Tag ist es nun ein halbes Jahr her, dass die Raduga Farm in Flammen aufging. Während eines harten Winters mit bis zu 30 Grad minus wurde viel wieder aufgebaut. Der gefrorene Boden erleichterte uns das Material zur Farm zu fahren und eine, Gott sei Dank nur kurze Schneeschmelze, hielt die Baumaßnahmen nicht sonderlich auf.
Viele helfende Hände und viele Spenden halfen die Farm wieder in Rekordzeit aufzubauen und seit ein paar Tagen konnten wir wieder unsere Tiere, die während des Wiederaufbaues bei befreundeten Bauern untergebracht waren, zur Farm zurückbringen.

Auch mit der sozialen Arbeit konnte die Raduga Farm wieder gut einsteigen.  Die Raduga Stiftung hatte in den ersten Monaten des Jahres nochmals Zulauf von Obdachlosen. Es hat sich unter diesen Menschen herumgesprochen, dass das Ökodorf Lagowschina, wie die Raduga Farm auch genannt wird,  ihnen eine Chance bietet, sich wieder an ein normales Leben zu gewöhnen. Andrej, ein Vierzigjähriger aus der rund 300 km nördlich von Moskau gelegenen Stadt Wologda, der mit seinem Alkoholproblem kämpft, sagte uns in einem Gespräch, dass er es noch nirgends so lange ausgehalten habe. Gut sei eben, dass es an diesem abgelegenen Ort keine Versuchungen gebe… „Wir gewöhnen uns wieder an einen normalen, geregelten Lebens- und Arbeitsrhythmus.“

Unser Landwirtschaftsprojekt bietet uns in allen Belangen Möglichkeiten, Menschen zu helfen. Das Wichtigste für diese Bedürftigen ist es, bei einer organisierten, geregelten Tätigkeit in einem kleinen Kollektiv, in dem sie sich wohl fühlen, wieder Selbstachtung und Respekt zu gewinnen. Die meisten von ihnen haben das Vertrauen in sich und ihre Umgebung verloren. Man muss viel Zeit, Aufmerksamkeit und Geduld in sie investieren, um ein positives Resultat zu erreichen.

Das Projekt ist noch relativ jung, aber die ersten Erfolge zeigen, dass man durchaus etwas ausrichten kann!

Die ersten Scheunen stehen, die ersten Wohnhäuser auch. Die Tiere sind wieder unter unserer Obhut nun kann der Frühling, die Aussaat und das Arbeiten und Leben auf der Raduga Farm wieder Fahrt aufnehmen.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle helfenden Hände, an die vielen Sach- und Geldspenden.

Jörg Duss/Gunnar Jütte

Wir treiben die Kühe von befeundeten Bauern zur Raduga Farm

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Ruhig und gemächlich gehen sie ihren Weg

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Nach einigen Kilometern Weg haben sie ihr Ziel erreicht.

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Die neue große Scheune für die Rinder

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Jeder muss erstmal seinen Platz finden.

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Noch stehen nicht alle dort, wo sie hingehören.

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Kleine Rangeleien um die besten Futterplätze

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Auch die Schafe und Ziegen und kleinen Kälber begutachten ihr neues Zuhause

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1 Kommentar zu "17.05.2017 – Hurra wir leben noch!"

  1. Margrit Siewert@ gmx.de | 17. Mai 2017 um 22:33 | Antworten

    Herzlichen Glückwunsch! Sehen schön aus die Ställe! Viel Erfolg weiterhin!

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